Dobli

Als Mutter zweier kleiner Kinder mache ich hiermit auf eine Gefahrenquelle aufmerksam und leihe deshalb einen Artikel von der Fernsehsendung Markt aus. Es geht um die Sicherheit unserer Kinder und darum, daß die Verantwortlichen aller Firmen, die Lastwagen im Verkehr haben, auf den Dobli-Spiegel aufmerksam werden und diesen auch verwenden!!!

Warum Radfahrer und Fußgänger unnötig sterben

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Rund 150 Menschen sterben jedes Jahr, weil sie von Lkw-Fahrern übersehen werden. Sie befinden sich im toten Winkel. So wird der Bereich seitlich neben dem Fahrzeug bezeichnet, der trotz eines Seitenspiegels für den Fahrer nicht einsehbar ist. Im Straßenverkehr befinden sich besonders häufig Fahrradfahrer oder Fußgänger im toten Winkel. Biegt ein Lkw rechts ab, werden Fahrradfahrer oder Fußgänger überrollt.

Die Weitwinkelspiegel

Neue Lkws müssen bereits mit zusätzlichen Spiegeln ausgestattet sein, die das Problem mit dem toten Winkel lösen und damit die Zahl der gefürchteten Abbiegeunfälle reduzieren sollen. Spätestens bis April 2009 müssen auch alle alten Lkws mit diesen zusätzlichen Weitwinkelspiegeln ausgerüstet werden. Doch die neue Verordnung gilt nur für Lkws, die ab dem Jahr 2000 zugelassen worden sind. Deshalb werden nur die Hälfte aller Altfahrzeuge erfasst. “Damit fahren ziemlich viele Fahrzeuge durch die Gegend, die immer noch einen großen toten Winkel haben. Viele Radlerinnen und Radler sind weiterhin schwer gefährdet”, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Winfried Hermann.

Und es gibt ein weiteres Problem: Auch wenn ein Lkw mit den vorgeschriebenen, zusätzlichen Weitwinkelspiegeln ausgerüstet ist, bleibt eine nicht einsehbare Fläche von bis zu 20 Prozent. Klaus Schmedding, unabhängiger Unfall-Sachverständiger, hält diese Weitwinkelspiegel deshalb für nicht befriedigend. Dem Lkw -Fahrer werde durch das zusätzliche Anbringen eines konvexen Spiegels suggeriert, er würde alles sehen. In Wirklichkeit sehe er immer noch recht wenig.

Der Dobli-Spiegel

Dabei gibt es nach Meinung des Sachverständigen Klaus Schmedding ein besseres Hilfsmittel, um Abbiegeunfälle zu reduzieren, den niederländischen Dobli-Spiegel. Dieser Spiegel mache fast den gesamten toten Winkel sichtbar, so der Experte. Anders als die Weitwinkelspiegel wird der Dobli-Spiegel mit einer Stange direkt vor der Windschutzscheibe angebracht. Entwickelt wurde er vom Niederländer Wilbert van Waes. Sein Sohn war im toten Winkel eines Lkw umgekommen. Van Waes wollte dieses Schicksal anderen Menschen ersparen. Nach Einführung des Dobli-Spiegels in den Niederlanden ging die Zahl der schweren Abbiegeunfälle deutlich zurück. Der Dobli-Spiegel hat eine EU-Zulassung, könnte also bei vielen Lkws in Europa zu einer Reduzierung des toten Winkels beitragen.

In der deutschen Verordnung zur Spiegel-Nachrüstpflicht ist allerdings nur von verbesserten Weitwinkelspiegeln die Rede. Dass der niederländische Dobli-Spiegel eine gute Lösung wäre, lässt sich aus dem Text nicht entnehmen. Deswegen fordert Winfried Hermann das Bundesverkehrsministerium auf, Klarheit zu schaffen. Der Dobli-Spiegel sei eine preiswerte Lösung – er kostet zwischen 139 und 157 Euro – und zum Teil besser als andere Systeme.

Raus aus dem toten Winkel

Der Serviceclub Round Table macht ab Herbst 2008 deutschlandweit mit einem Schulprojekt auf die Gefahren des toten Winkels aufmerksam. Die Schüler sollen erfahren, wie wichtig es ist, neben einem Lkw den Blickkontakt zum Fahrer zu suchen.


Autorin: Alexa Höger

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